Wenn Tradition auf Methode trifft… – Kooperation zwischen Eduard Pestel Institut und futureorg Institut

Das futureorg Institut, Dortmund, arbeitet künftig mit dem Eduard Pestel-Institut aus Hannover zusammen. Das haben die Geschäftsführer der beiden Unternehmen, Kamuran Sezer und Matthias Günther, Anfang Juli vereinbart.

Das Pestel Institut, das dieses Jahr sein 40-jähriges Jubiläum feiert, wurde von Eduard Pestel gegründet, dessen Name das Institut ehrenhalber nach seinem Tod übernommen hat.

Eduard Pestel gehörte Ende der 1960er-Jahre zu den Mitbegründern des Club of Rome. Seinem Engagement ist zu verdanken, dass die Studie ‚Die Grenzen des Wachstums‘ am Massachusetts Instituts of Technology (MIT) erarbeitet werden konnte und als erster Bericht an den Club of Rome eine weltweite Diskussion um die Begrenztheit des Planeten auslöste. Die dem damaligen Bericht zugrunde liegende Computersimulation hat die Entwicklung bis heute erstaunlich gut abgebildet.

Pestel Institut: Zukunft durch politisches und wirtschaftliches Handeln beeinflussen

Das Pestel Institut ist eine private Einrichtung, die sich in der Phase von etwa 1980 bis kurz nach der Jahrtausendwende, überwiegend in der Auftragsforschung mit den Themen Demografie, Wohnungsmärkte und Energiewirtschaft befasste. Die wachstumskritischen Themen der Gründungsphase wurden erst in den letzten Jahren vor dem Hintergrund zunehmender Zukunftsuntersicherheiten (Klimawandelfolgen, Rohstoffverknappungen, ein von der Realwirtschaft zunehmend abgekoppelter finanzwirtschaftlicher Sektor) wieder aufgegriffen. Das Institut positioniert sich im Markt der Zukunftsforschung, wobei weniger „Vorhersagen“ als vielmehr die Beeinflussbarkeit der Zukunft durch politisches und wirtschaftliches Handeln im Vordergrund der Betrachtungen steht. Stichworte sind hier die Zukunfts- bzw. Krisenfestigkeit sowie Nachhaltige Entwicklung von Regionen, Kommunen und Unternehmen.

Kamuran Sezer, Leiter des futureorg Instituts, freut sich über die Zusammenarbeit: “Beide Institute ergänzen sich – sowohl thematisch als auch in den Methoden. Beide zusammen generieren ein facettenreiches Bild der Zukunft, von dem die Auftraggeber und die Leserinnen und Leser von forgsight.com profitieren werden.”

Futureorg Institut: Veränderungen erkennen, verstehen und handeln

Das futureorg Institut wurde 2006 gegründet. In seiner jungen Geschichte hat das futureorg Institut gleich mehrfach für Aufsehen gesorgt. Als Dortmunder Innovations- und Denkfabrik hat es 2007 mit der Sozialstudie über die türkischen Akademiker und Studierenden in Deutschland (TASD-Studie) eine mehrjährige gesellschaftliche Debatte angeführt, die es 2013 mit der endaX-Studie zur Bundestagswahl wiederholt hat. Das Institut ist auf Empirie-fundierte Trendforschung und sozialwissenschaftliche Zukunftsforschung spezialisiert. Dabei entwickelt es auch eigene Methoden und Verfahren.

Matthias Günther vom Pestel Institut erwartet, dass von der optimalen Kombination von Inhalten und Methoden beide Institute profitieren. Das Aufgreifen dieser neuen ûnd alten Themen führte zu den Kooperationsgesprächen zwischen den beiden Instituten. Gemeinsam decken sie alle Systemaspekte in der Zukunftsforschung und daran orientierter Beratung umfassend ab.

Beide Institute werden zunächst auf der Grundlage der vom futureorg Institut herausgegebenen Online-Plattform forgsight.com ihre Kooperation beginnen, die sie auf die Entwicklung von gemeinsamen Produkten, Dienstleistungen und Projekten ausweiten werden.

 

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forgsight.com ist das Ergebnis eines Projekts, das von der Europäischen Union gefördert wurde. Im Fokus des Online-Journals stehen Trends in Gesellschaft, Wirtschaft und Politik sowie soziale Innovationen. Das Online-Journal wurde durch die Innovations- und Denkfabrik futureorg Institut für angewandte Zukunfts- und Organisationsforschung (www.futureorg-institute.com) entwickelt.

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