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Der durch Wissenschaft erreichte Fortschritt bildet die Grundlage für den Wohlstand unserer Gesellschaft. Eine Studie von 3M führt allerdings vor, dass der Glaube an die Wissenschaft schwindet. Vor diesem Hintergrund wächst die Bedeutung von Unternehmen: denn sie machen Erkenntnisse der Wissenschaft im Alltag der Menschen erlebbar.

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Erst das Rad, viel später die Industrialisierung: beide Entwicklungen ermöglichten eine erhöhte Effizienz. Mit dieser ging die Tatsache einher, dass unser Leben angenehmer wurde. Ein Empfinden, das von einem breiten Teil der Bevölkerung geteilt wird. Die Digitalisierung zeigt dabei die praktische Seite dieses Empfindens: jederzeit mit jedermann kommunizieren, alle wichtigen Informationen abrufen und viele Dinge des täglichen Lebens wie Einkaufen vom Couch aus abwickeln. Obwohl – Rad, Industrialisierung oder Digitalisierung – fassbare Ergebnisse der Natur- und Ingenieurswissenschaft sind, wird diesen zunehmend die Relevanz im Alltag abgesprochen. Paradox, möchte man rufen!

Studie zur Stellung der Wissenschaft

Zwar sind die Menschen weltweit von Naturwissenschaften fasziniert und schätzen ihren Einfluss. Doch bohrt man ein wenig nach, ergibt sich ein differenziertes Bild: 38 Prozent geben an, dass ihr Leben nicht viel anders wäre, wenn es Naturwissenschaft nicht gäbe. Weniger als ein Viertel glaubt, dass Naturwissenschaft einen „vollkommen positiven“ Einfluss auf ihren Alltag habe. Und 66 Prozent denken „wenig bis gar nicht“ über die Auswirkungen der Naturwissenschaft auf ihr tägliches Leben nach

Folgt man den weiteren Ergebnissen aus dieser Studie, zeigt sich, dass Wissenschaft nur Wenigen offen steht: jeder dritte Deutsche stimmt der Aussage zu, dass nur Genies als Wissenschaftler Karriere machen können. Dass es gut war, auf eine eigene wissenschaftliche Karriere zu verzichten, davon sind sogar 63 Prozent der Deutschen überzeugt, was über dem globalen Durchschnitt liegt. Allerdings würden 81 Prozent ihren Kindern dazu raten, eine wissenschaftliche Laufbahn einzuschlagen. Noch so ein Paradox!

Komplexe Empfindungen

Ungeachtet der allgemeinen Vorteile, die sie bietet – wie Sicherheit, Komfort und Vernetzung – ist die Naturwissenschaft, die wir in unserem Alltag erleben, derart allgegenwärtig, dass Menschen sie offenbar ausblenden können. Obwohl 63 Prozent Naturwissenschaft als „sehr wichtig“ für die Gesellschaft würdigen, betrachten gerade einmal 46 Prozent der Befragten Wissenschaft als „sehr wichtig“ für ihren persönlichen Alltag, wobei der Anteil bei Männern höher ist als bei Frauen. Und in den Industrieländern betrachten mit nur 37 Prozent sogar noch weniger Menschen, Naturwissenschaft als sehr wichtig in ihrem Alltag, während es in Schwellenländern 56 Prozent sind.

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Die Erkenntnisse aus dem „State of Science Index“ von 3M führen zu der Schlussfolgerung, dass Einstellungen und Empfindungen gegenüber Naturwissenschaft komplex gelagert sind. Wenn sie die ihr zugedachte Rolle bei der Bewältigung von Herausforderungen spielen soll, dann braucht sie einen neuen Stellenwert im öffentlichen Leben und im Bewusstsein der Menschen.

 

Naturwissenschaft im Besonderen aber die Wissenschaft im Allgemeinen benötigen Vorkämpfer, wenn man die Erkenntnisse aus der Studie ernst nimmt. Obwohl 87 Prozent der Erwachsenen angeben, von Naturwissenschaft eher begeistert als gelangweilt zu sein, offenbart die Studie ebenfalls erstaunliche Skepsis und Gleichgültigkeit gegenüber Wissenschaft auf der ganzen Welt. Dies fordert von Unternehmen, die Innovationen in die Gesellschaft tragen, eine starke Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen. Denn Unternehmen bilden eine systemrelevante Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Gesellschaft. (3m/forgsight)

Kamuran Sezer
Kamuran Sezer

Diplom-Sozialwissenschaftler, Geschäftsführer von futureorg Institut - Forschung und Kommunikation für KMU

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