Volkswagen: Roboter tötet Mensch

Foto: KUKA Systems GmbH

Wie weit sollte die Technologie gehen und wo sind die Grenzen? Das sind Fragen, mit denen sich Experten Jahrzehnte lang auseinander gesetzt haben. Nun gab es einen Fall, der jegliche Kritik bestätigen könnte: Ein Roboter tötete einen Menschen. (Foto: pixabay)

Sind das die ersten Folgen, vor denen Experten bereits gewarnt hatten? Was wie ein Science-Fiction-Film klingt, ist die brutale Wahrheit: Ein Roboter tötete einen Menschen.

Medienberichten zufolge wollte vergangenen Freitag der Mitarbeiter in der Produktion von Volkswagen im Werk Baunatal den stationären Roboter einrichten. Laut Firmensprecher Heiko Hillwig hatte der Roboter den Mitarbeiter gepackt und ihn gegen eine Metallplatte geschleudert und tötete ihn. Erste Untersuchungen würden daraufhin warten, dass menschliches Versagen für den Unfall verantwortlich sei. Der Roboter sei so programmiert worden, dass er in der Herstellung verschiedene Aufgaben wahrnehmen könne. Dazu gehört, Autoteile zu greifen und diese weiterzuverarbeiten. Normalerweise arbeite der Roboter in einer abgetrennten Umgebung.

Bereits seit Monaten herrscht eine öffentlich Diskussion über das Gefahrenpotenzial von Robotern und „intelligenten Systemen“. Softwareentwickler wie Bill Gates, Bill Joey und Steve Wozniak warnen vor Gefahren solcher Systeme für Menschen. Laut Professor Wolfgang Wahlster sei es allerdings nicht denkbar, dass künstliche Intelligenz sich verselbstständigen und die Menschheit bedrohen könne.

Zudem müsse man bei maschinellen Lernergebnisse immer kritisch nachprüfen, ob nicht durch zu viel Trainingszyklen eine Überanpassung stattgefunden hätte, die dazu führe, dass nach eine Sättigungsphase die Generalisierungsleistung wieder schlechter werde. (computerwoche/forgsight)

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