Internet: EU kann noch besser werden

Während im Norden der EU sehr viele Menschen das Internet nutzen, müssen Länder aus Ost- und Südeuropa sich noch mehr anstrengen.  

Das Internet ist in seiner Bedeutung genauso herausragend wie das Auto, die Dampfmaschine oder der Buchdruck. Der 3D-Drucker, die vernetzte Fabrik und virtuelle Universitäten hingegen zeigen, dass wir ganz am Anfang einer spannenden Entwicklung stehen.

Genau wie das Auto Straßen, die Dampfmaschinen Fabrikanlagen und Industriegebiete, der Buchdruck entsprechend ausgebildete Fachleute benötigt haben, setzt das Internet entsprechende Infrastrukturen und Kompetenzen voraus. Wo sich die Europäischen Union befindet, zeigt ein wichtiger Indikator über den Gebrauch des Internets durch die Menschen eines Landes.

Island: nur 1% der Bevölkerung offline

Das Amt für Statistik der Europäischen Union (eurostat) hat ermittelt, wie viele Menschen in Europa noch nie online gewesen sind. Waren innerhalb der Europäischen Union 2010 etwa 27% der Menschen noch nie im Internet, ist ihre Zahl bis 2014 auf 18% gesunken. Dabei ist diese erfreuliche Entwicklung in den verschiedenen Ländern unterschiedlich schnell verlaufen.

In Island waren bereits 2010 nur 5% der Menschen “offline”. Dieser Wert ist bis 2014 auf 1% gesunken. Ähnlich gute Werte zeigen auch Norwegen, Dänemark, Luxemburg oder Niederlande.

Schlusslicht Türkei, Rumänien, Bulgarien und Griechenland

Auch Deutschland kann sich sehen lassen. Hatten 2010 noch 17% der Deutschen den Weg ins Internet nicht gefunden, ist dieser Wert 2014 auf 11% gesunken. Allerdings führen die skandinavischen Länder und Benelux vor, dass für Deutschland noch ein großes Entwicklungspotenzial existiert.

Schlusslicht der Statistik bilden die Türkei, Rumänien, Bulgarien und Griechenland. Dabei zeigt sich, dass die Türkei unter den Ländern zwischen 2010 und 2014 am Langsamsten sich entwickelt hat. Von den 58% der Türken, die 2010 keinen Gebrauch vom Internet gemacht haben, ist dieser Wert 2014 auf 46% gesunken. Zum Vergleich – im gleichen Zeitraum ist in Rumänien dieser Wert von 57% auf 39% gesunken.

Trotz der erfreulichen Entwicklung zeigt eurostat, dass die Europäische Union sich nicht ausruhen darf. Zur europäischen Einheit gehört auch, dass in der Entwicklung zur digitalen Gesellschaft und Internetökonomie kein Land abgehängt werden darf.  

Mehr Wissen?

eurostat-Statistik zum Gebrauch von Internet in der EU (Mitglieds- und assoziierte Länder)

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