Carla Cargo: Fahrrad als Transportmittel in der Stadt der Zukunft? (Video)

Die Kosten für Logistik steigen. Damit sind nicht nur Benzin und Diesel gemeint, die langfristig immer teurer werden, sondern auch Kosten der Umweltverschmutzung und Gesundheitsbelastung. Ein Freiburger Ingenieursteam hat das Fahrrad zum Transportmittel weiterentwickelt – Ist es die Lösung für die Zukunft? (www.carlacargo.de) 

Ein alternatives Ingenieursteam aus Freiburg arbeitet seit einigen Jahren an der Lösung eines zentralen Logistikproblems namens Carla Cargo: Wie kann innerhalb von Städten eine Last mit dem geringsten Energieaufwand von A nach B transportiert werden?

Vielleicht denkt man an elektrobetriebene Autos oder Lieferfahrzeuge. Allerdings ist das Fahrrad das Transportmittel, das im Vergleich die geringste Energie aufwendet.

Flugzeuge und LKW können in kurzer Zeit lange Strecken überwinden, sie benötigen für jeden geflogenen/gefahrenen Kilometer und Passagier 2,42 Megajoule (Flugzeug) oder 2,94 Megajoule (LKW) an Energie. Ein Fahrrad hingegen erfordert nur 0,06 Megajoule Energie. Für Logistik innerhalb von Städten (oder auch zwischen Dörfern) bietet sich das Fahrrad als Transportmittel an. Dafür müssen aber noch einige technische Hürden überwunden werden.

Carla-Cargo für Logistik von kleinen Läden sinnvoll

Das Fahrrad ist im Energieverbrauch pro Kilometer günstiger. Für die Belieferung eines Supermarktes aber müsste es mehr als 20-mal hin und her gefahren werden. Das würde unterm Strich mehr Energie benötigen als die Fahrradlieferung im Carla-Cargo-Konzept. Für kleine Mengen, etwa zur Belieferung kleiner Läden oder für Paketdienste, macht das Carla Cargo-Konzept Sinn.

Für größere Mengen sind Elektro-LKW’s effizienter – hinsichtlich der Energie, der Arbeitsproduktivität und der Kosten. Beide Fahrzeuge können sich demnach ergänzen. Wichtig: Den E-LKW’s gibt es bereits in der Praxis.

Das Fraunhofer Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation hat beispielsweise im Oktober 2014 ihre Studie zur Elektrifizierung urbanen Stadtverkehrs vorgestellt. Die Wissenschaftler kommen zum Ergebnis, dass die Einsatzfelder für E-LKWs weitaus vielfältiger sind als angenommen. Die Anschaffungskosten seien allerdings noch groß. Die wirtschaftliche Herstellung der Batterien stelle den Autoren zufolge ein wichtiges Ziel dar.

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