Behörde für soziale Innovation: Ein Modell für Deutschland?

Die USA haben in der Gesellschaft die Lösung für neue soziale Herausforderungen erkannt und riefen daraufhin ein Amt für soziale Innovationen und Bürgerbeteiligung ins Leben. (Foto: rtr)

-von forgsight

Bereits 2009 gründeten die USA auf Initiative von Barack Obama eine „Amt für soziale Innovation und Bürgerbeteiligung“. Diese Initiative hat es sich zur Aufgabe gemacht durch aktive Zusammenarbeit mit Non-Profit Organisationen u.a., soziale Herausforderungen und Probleme wie Arbeitslosigkeit und Obdachlosigkeit zu bekämpfen. Projekte, die Perspektiven versprechen werden vom Staat finanziell unterstützt. Sozialen Innovationen sollten Strukturen und Formen zur sozialen Veränderung zeigen, die dann zur gesellschaftlichen Entwicklung führen. Das Besondere an dieser Behörde ist, dass die Betroffenen und Gründer in das Geschehen miteinbezogen werden. Es wird mit, anstatt über sie entschieden. Außerdem seien es die Non-Profit Organisationen, die Lösungen und Konzepte aus ihren Erfahrungen heraus entwickeln. Dieses Potenzial sollte man nutzen und nicht verschwenden, so Obama.

Verschiedene Non-Profit Organisationen, Nichtregierungsorganisationen, Stiftungen, Social-Entrepreneurs und multinationale Entwicklungsbanken ergreifen die Initiative einen möglichen Weg für die Zukunft zu ebnen. Neben den USA haben auch andere Staaten wie Kanada, Australien und Großbritannien die Bedeutsamkeit von sozialen Innovationen erkannt und das Konzept des Amtes übernommen.

In Deutschland ist die soziale Innovation als Disziplin als solche noch nicht etabliert. Außer an der Freien Universität in Berlin existiert kein anderer Lehrstuhl, der sich mit dem Forschungsgebiet der sozialen Innovation auseinandersetzt. Dabei könnten sie Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen in der Wirtschaft, der Zivilgesellschaft und der Politik sein. Die Wichtigkeit haben auch Akteure, Professorren und andere Nichtregierungsorganisationen erkannt und zusammen eine Erklärung der “sozialen Innovationen für Deutschland” unterzeichnet. Dieses fordert den Staat auf, aktiver sich in das Geschehen der sozialen Innovationen einzubeziehen und die Potenziale zu fördern. Die Erklärung wird in Berlin auf der “Vision Summit 2014” im September präsentiert, worüber auch in kürze auf forgsight berichtet wird. (The White House Washington Online / forgsight)

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Internetpräsenz „Office of Social Innovation and Civic Participation“

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