Weltbevölkerung schrumpft

Warum noch in diesem Jahrhundert die Weltbevölkerung zu schrumpfen beginnt – auf die Hälfte von heute. (Foto: rtr)

 

-von forgsight

 

Die Weltbevölkerung wächst zurzeit im Rekordtempo, die Weltwirtschaft expandiert ungehemmt und zehrt die natürlichen Ressourcen auf, vom Erdöl bis zur Ackerkrume, so ein Artikel in der ZEIT.

Nachdem die Menschheit im 20. Jahrhundert ein historisch einmaliges Wachstum erlebt hat, dürfte das 21. Jahrhundert den Beginn des Postwachstums markieren. Das würde vor allem am reproduktiven Verhalten der Menschen liegen: In fast allen Ländern der Welt bekommen die Frauen deutlich weniger Kinder als früher, sodass ein Ende des Bevölkerungswachstums in Sicht gerät. Zudem dürfte sich die Zahl der über 60-Jährigen von heute 810 Millionen bis 2050 auf über zwei Milliarden erhöhen. Weniger und ältere Menschen werden weniger produzieren und konsumieren. Addiert man hierzu die ökonomischen Bremseffekte, die durch Ressourcenknappheit, Nahrungsmittelkrisen und Klimawandel zu erwarten sind, dürfte sich das Wirtschaftswachstum mittelfristig abschwächen und irgendwann sogar ausklingen. Damit schwinden auch dessen ungewollte Nebeneffekte, die das Leben auf der Erde erschweren.

Weiterhin heißt es im Artikel: Lange Zeit war das Wachstum der Bevölkerung ein wichtiger Antrieb für das Wirtschaftswachstum. Mehr Menschen bedeuteten mehr Arbeitskräfte, mehr Verbraucher und größere Absatzmärkte. Doch ausgerechnet in den reichsten und erfolgreichsten Ländern der Welt, in denen die Lebensbedingungen am besten sind, pflanzen sich die Menschen mittlerweile in so geringem Maße fort, dass ihr heutiger Bestand auf lange Sicht nicht mehr garantiert ist.

Damit eine Bevölkerung ohne Zuwanderung stabil bleibt, braucht sie laut ZEIT-Artikel theoretisch zwei Kinder je Elternpaar. In Wirklichkeit etwas mehr, denn nicht alle Kinder erreichen das Alter, in dem sie selbst Eltern werden können. In hoch entwickelten Industriestaaten genügen im Mittel 2,1 Kinder für demografische Stabilität. In armen, wenig entwickelten Ländern liege dieses „Ersatzniveau“ zwischen 2,2 und 2,6 Kindern.

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