SpaceX: Privatwirtschaft sieht gut aus und hat Touchdisplays (Video)

2010 hat die USA in der Weltraumfahrt einen Paradigmenwechsel eingeleitet: weniger Staat und mehr Privatinitiativen sollen Material und Astronauten zur ISS schicken. Nun hat SpaceX die Raumkapsel vorgestellt, die ab 2017 Astronauten zur ISS fliegen soll. (Foto: SpaceX)

Die USA geht in Sachen Raumfahrt ganz andere Wege – und das erfolgreich. Von Beginn an liegen Raumfahrt, Raumfahrtforschung und Raumfahrttechnologien im Aufgabenbereich eines Staats. Dies gilt für die führenden Weltraumnationen USA und Russland genauso für die aufstrebenden Weltraummächte China und Indien.

Paradigmenwechsel in der Raumfahrtpolitik

2010 hat die amerikanische Regierung unter Präsident Obama seine Raumfahrtpolitik grundlegend verändert. In seiner legendären Rede vor Angehörigen der NASA führte er an, dass er sich der “bemannten Raumfahrt zur Erforschung des Weltalls verpflichtet” fühlt. Ergänzte aber: “Aber wir können es nicht mehr auf die gleiche alte Art tun, aber auf eine intelligente Art und Weise, um dorthin zu gelangen, wohin wir auch wollen.”

Obama regte an, dass NASA die Trägerraketen nicht mehr selbst entwickelt, herstellt und betreibt, sondern diese Aufgabe privaten Unternehmen überlässt. Die amerikanische Weltraumbehörde mietet oder kauft dann diese Technologie, um Last oder ihre Astronauten ins Weltall zu bringen.

Nun hat das Unternehmen SpaceX ihre Raumkapsel “Dragon” in einem Werbevideo vorgestellt. Damit kündigte das Unternehmen zugleich an, dass es mit Dragon 2017 erstmals Astronauten der NASA zur ISS bringen will. Die Raumkapsel erinnert mehr an Science Fiction-Filme als an die Bilder, die man vom Space Shuttle oder Sojus kennt.

Keine Köpfe und Schalter sondern Touchdisplays

Keine Schalter, Hebel oder Knöpfe. Stattdessen findet man karbonverstärkte Sitzschalen in Schwarz und Weiß mit drei Touchdisplays in Reichweite. Dort sind alle Informationen abgebildet. Mehr brauchen auch die Astronauten nicht. Denn die Entwickler von Dragon sehen vor, dass die Insassen das Raumgefährt kaum steuern müssen.

Zum Konzept der Raumkapsel gehört auch, dass sie wiederverwendbar ist. Wenn Dragon die Astronauten zur ISS gebracht hat, soll sie mit der Genauigkeit eines Hubschraubers zur Erde zurückfliegen und punktgenau landen.

Man darf gespannt sein, ob mit diesem fundamentalen Richtungswechsel die USA die Tür in ein neues Zeitalter der Weltraumfahrt geöffnet haben. Eins ist jetzt schon klar: diese Zukunft sieht elegant aus.

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