„Ich versuche, oft an die jenseitige Welt zu denken.“

Christian Runkel – nach eigenen Angaben ist er Nachfahre fundamentalistischer Christen. Der Glaube an Gott ist für ihn Gelegenheit und Kraft, den Dialog mit Menschen anderen Glaubens zu suchen. Dabei ist Facebook sein zentrales Instrument, um Menschen kennenzulernen und sich mit ihnen auszutauschen. Für seine Geduld und Offenheit ist er im sozialen Netzwerk beliebt wie bekannt und genießt dafür Anerkennung und Dank. (Foto: Christian Runkel)

 

1. Seien wir mutig und blicken in die Zukunft: Es ist der 31. Dezember 2037. Wie werden Sie Sylvester feiern?

Im Himmel – ich bin Jahrgang 1949.

 

2. Software, die mit dem Menschen denken. Searchbots im Internet. Roboterarme in der Industrie. Roboter bald auch in der Pflege, im Klassenzimmer und an der Kasse. Es gibt Leute, die sagen, dass wir Menschen in der Zukunft mit Robotern leben werden. Wie soll Ihr persönlicher Roboter in der Zukunft aussehen?

Es sollten viele kleine Roboter sein, unaufdringlich, nicht der eine große Maschinenmensch. Sie sollten mir vornehmlich beim Sehen und Hören helfen und meine Sprache perfekt verstehen.

 

3. Altkanzler Helmut Schmidt sagte mal, wer Visionen hat, der soll zum Arzt gehen. Welche Vision von der Zukunft würden Sie Ihrem Arzt erzählen?

Eine Welt, die zu 95% aus Facebook-Freunden besteht, die sich mit Respekt von Gleich zu Gleich begegnen und ihre gesammelte Macht einsetzen, um Kriege zu verhindern.

 

4. Hand auf’s Herz. Was stinkt Ihnen an der Gegenwart?

Nicht sehr viel – ich möchte in keiner anderen Zeit leben, vielleicht nur ein paar Jahre jünger sein.

 

5. Warum wäre es denn wirklich schlimm, wenn der technologische Fortschritt die Menschen verdrängt?

Die Welt ist von einem intelligenten höheren Wesen als Kulisse für den Menschen gebaut. Ohne ihn fehlt dem Ganzen der Sinn.

 

6. Es ist 1. Januar 2042. Wie verlaufen die Grenzen Europas?

Die EU hat sich durchgesetzt und schließt Russland, die Türkei und Teile des Nahen Ostens ein. Putin ist weg, Erdogan auch, es gibt überall offene, rechtsstaatliche Gesellschaften.

 

7. Unsere Leserinnen und Leser sind sehr auf die Antwort dieser Frage gespannt: Wie machen Sie sich fit für die Zukunft?

Ich versuche, oft an die jenseitige Welt zu denken. Das wird in nicht allzu langer Zeit meine Heimat werden.

 

 

Über forgsight-Redaktion 401 Artikel
forgsight.com ist das Ergebnis eines Projekts, das von der Europäischen Union gefördert wurde. Im Fokus des Online-Journals stehen Trends in Gesellschaft, Wirtschaft und Politik sowie soziale Innovationen. Das Online-Journal wurde durch die Innovations- und Denkfabrik futureorg Institut für angewandte Zukunfts- und Organisationsforschung (www.futureorg-institute.com) entwickelt.
Kontakt: Webseite

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


*