Deutschland ist der Sieger der Globalisierung

McKinsey hat die Globalisierung vermessen. Und den größten Profiteur ermittelt. Jetzt raten Sie mal, was dabei herausgekommen ist. (Foto: rtr)

 

-von forgsight

 

Die Bewohner der Erde arbeiten, tauschen und kommunizieren viel häufiger über Grenzen hinweg als früher. Und dieser wachsende Austausch macht die Volkswirtschaften reicher. Was die verbliebenen Freunde der Marktwirtschaft ohnehin immer vermutet hatten, wird jetzt durch eine Untersuchung des McKinsey Global Institute, die Denkfabrik des Beratungsunternehmens, unterfüttert.

Weltweite Ströme von Waren, Kapital, Menschen, Dienstleistungen und Daten seien Basis unseres Wohlstands, schreibt McKinsey zu ihrer ganz frischen Untersuchung („Global flows in a digital age: How trade, finance, people, and data connect the world economy“). Das Institut schätzt, dass der weltweite Austausch zusätzliches Weltwirtschaftswachstum generiert – 15 bis 25 Prozent des Gesamtwachstums. Die Berater identifizieren zwei machtvolle Kräfte, die den internationalen Austausch prägen: Da ist zum einen der wachsende Wohlstand in Schwellenländern und die Ausbreitung des Internets und digitaler Technologien.

Die Berater haben Zahlen und Daten über den zwischenstaatlichen Austausch jedweder Art für den Zeitraum von 1980 bis 2012 zusammengetragen. Sie haben gemessen, wie viele Waren und Dienstleistung weltweit ausgetauscht werden, wie viel Geld über Grenzen hinweg fließt und wie viele Leute ihre Heimat verlassen, um anderswo ihr Glück zu machen. Zudem haben sich die Forscher – und das ist das Besondere an der Untersuchung – die Mühe gemacht, die internationalen Datenströme auszukundschaften: Wie groß sind sie, wie stark sind sie gewachsen und wo führen sie lang.

Ziel der Untersuchung ist es, die zunehmende Vernetzung der Welt zu illustrieren und gleichzeitig jenes Land zu küren, das am stärksten vernetzt ist. Der Subtext dabei lautet: je vernetzter desto besser für den Wohlstand der jeweiligen Volkswirtschaft und für die ganz Welt.

McKinseys gute Nachricht ist: Deutschland schneidet in dem neu konstruierten Connectedness Index am besten von allen Ländern ab, noch vor China und Amerika. Das Land ist zwar weder der Primus, der die meisten Waren oder Dienste exportiert, noch wandern die meisten Menschen ein. Hier wird auch nicht am meisten über Grenzen hinweg kommuniziert. Aber in jeder dieser einzelnen Rubriken ist Deutschland ziemlich weit vorn im internationalen Vergleich. Und in der Summe ist man deshalb die globale Nummer eins. (FAZ/dtj/forgsight)

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