Zivilgesellschaftsforschung: Mobilisierung, Konflikte, gesellschaftlicher Zusammenhalt

Das neue Zentrum für Zivilgesellschaftsforschung wurde am 27. November am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) eröffnet. Gründungsdirektor ist Edgar Grande, der bislang den Lehrstuhl für Vergleichende Politikwissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität München innehatte.

Ohne die Zivilgesellschaft können viele Probleme in der Gesellschaft nicht bewältigt werden. Umso wichtiger ist die Erforschung ihrer Grundlagen, ihres Selbstverständnisses und ihres Wandels. Hierfür wurde in Berlin das neue Zentrum für Zivilgesellschaftsforschung gegründet. Gründungsdirektor ist Edgar Grande. Er war bislang Inhaber des Lehrstuhls für Vergleichende Politikwissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität München.

Ziel des neuen Zentrums ist es, die zivilgesellschaftliche Protest- und Bewegungsforschung systematisch mit der Analyse politischer Konflikte und der Sozialkapitalforschung zu verbinden. Erforscht werden der Wandel politischer Konfliktstrukturen, die Organisation und Mobilisierung dieser neuen Konflikte durch soziale Bewegungen und politische Parteien sowie die Veränderungen der zivilgesellschaftlichen Organisationen.

 

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Geplant ist außerdem die Institutionalisierung einer Dateninfrastruktur zu politischem Protest in Europa. Das Zentrum will mit der Langzeitbeobachtung politischer Konflikte und gesellschaftlicher Mobilisierung zur Beantwortung grundsätzlicher Fragen der Zukunft der Demokratie und des gesellschaftlichen Zusammenhalts beitragen. Die Einrichtung ist eine Kooperation zwischen dem WZB und der Freien Universität Berlin. In der ersten Förderphase hat das Zentrum für Zivilgesellschaftsforschung seinen Sitz am WZB. Gefördert wird das neue Zentrum durch die Stiftung Mercator, die VolkswagenStiftung und das WZB.

Das Forschungsprogramm ist in der Gründungsphase in drei Schwerpunkte gegliedert. Der erste Schwerpunkt widmet sich der Analyse der langfristigen Veränderungen politischer Konfliktstrukturen. Im Mittelpunkt stehen Erkenntnisse zur Entwicklung von Mobilisierungspotentialen in der Bevölkerung oder der Politisierung gesellschaftlicher Schlüsselprobleme. Der zweite Schwerpunkt bündelt Projekte, die sich mit den Veränderungen in der zivilgesellschaftlichen Organisationslandschaft beschäftigen.

Dateninfrastruktur zur Dauerbeobachtung von Konflikten

In diesem Zusammenhang interessieren sich die Forscher für die dynamischen Interaktionen verschiedener politischer Akteure bei der Konfliktaustragung. Die Projekte des dritten Schwerpunkts verknüpfen die Forschung zu Sozialkapital und politischem Protest. Eine weitere Aufgabe des neuen Zentrums ist die Einrichtung einer Dateninfrastruktur zur Dauerbeobachtung von politischem Konflikt und Protest in Deutschland.

Die Eröffnung des neuen Zentrums für Zivilgesellschaftsforschung fand am 27. November statt. Bei einer Podiumsdiskussion diskutierten Gäste aus Politik, Wissenschaft und Medien, darunter der frühere Bundestagspräsident Wolfgang Thierse über die Herausforderungen für die Zivilgesellschaft. Langfristiges Ziel des Zentrums für die Zivilgesellschaftsforschung ist die Vernetzung von Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Politik. (wzb/forgsight)

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