Wearables sind die Lösung, nur für welches Problem?

Google Glass ist auf dem Technik-Fest SXSW in Austin schon ein alter Hut. Jetzt dreht sich alles um die Frage: Was fangen wir eigentlich mit Wearables an? (Foto: rtr)

Tragbare Technik wie Google Glass ist derzeit das dominierende Thema der Branche, so ein Artikel in der ZEIT. Rund 20 Veranstaltungen rund um die Wearables stehen auf dem Plan. Dass der Markt immer mehr an Bedeutung gewinnt, darin sind sich die meisten Besucher und Experten einig. Bis 2018 wird die Branche rund zwölf Milliarden Dollar umsetzen, 60 Prozent davon im Bereich Fitness und Gesundheit. Die Firmen selbst legen den Begriff weit aus. Auf dem SXSW finden sich Handtaschen und Kleider, die das Smartphone aufladen können, Armbänder, die ihren Besitzer am Herzschlag erkennen und Broschen, die in regelmäßigen Abständen Fotos schießen.

Aber will die Welt überhaupt verändert werden? In vielen Diskussionen geht es in diesen Tagen weniger um die Technik, sondern vor allem um den Nutzen der zahllosen Wearables. „Wir wollen wissen, was wir eigentlich mit all den Daten anstellen wollen, die wir sammeln“, fasst es Tech-Bloggerin Myriam Joire zusammen. Anders gesagt: Wearables mögen die Lösung sein, nur für welches Problem eigentlich?

Vielleicht sollte man kleiner anfangen: Wearables werden bald Kontextinformationen nutzen, um ihre Benutzeroberfläche und Funktionen an unseren Aufenthaltsort anzupassen. Kommt man im Büro an, erscheinen die relevanten Apps automatisch auf dem Startbildschirm. Am Freitagabend wird der Bürokalender gegen Apps wie Uber oder das Kinoprogramm ausgetauscht. Je stärker die verschiedenen Informationen zusammenarbeiteten, desto größer sei der Nutzen, sagt Joire: Ortungsdienste, Zeitzone, all das könne helfen, uns in Zukunft etwas Arbeit abzunehmen. Immerhin.

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