Mit Mitte 40 ist man am wenigsten zufrieden

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ONLINE-UMFRAGE

Schule, Studium, Arbeit, so stellen sich die meisten ihren Werdegang vor. Dies ist allerdings mit viel Stress verbunden. Was einen glücklich macht und warum man mit 40 einen Tiefpunkt erreicht, erklärt der ehemalige Banker Stefan Bergheim. (Foto: rtr)

 -von forgsight

Was braucht eine Gesellschaft, um glücklich zu sein? Auf jeden Fall mehr als ein hohes Bruttoinlandsprodukt, sagt der ehemalige Banker Stefan Bergheim, der bereits die Bundeskanzlerin zu diesem Thema beraten hat.

Laut Stefan Bergheim gibt es viele Faktoren, die uns glücklich machen. “Ganz oben auf der Liste stehen enge soziale Bindungen, also Partner, Verwandte oder Freunde, zu denen ein gutes Verhältnis besteht. Außerdem Gesundheit, sowohl physisch als auch mental. Und natürlich die Frage, ob man etwas Sinnvolles zu tun hat.”

Außerdem erlaube uns Bildung, Entscheidungen zu treffen, die sich positiv auf unsere Lebenszufriedenheit auswirken. Das würde natürlich nicht heißen, dass ungebildete Menschen nicht glücklich seien, doch wir wüssten, dass höher Gebildete mit einem höheren Einkommen mehr Optionen haben, ihr Leben nach den eigenen Vorstellungen zu gestalten.

In Bezug auf Kinder sagt er : “Wir wissen, dass Enkelkinder glücklich machen. Weil man als Großeltern lediglich eine temporäre Verpflichtung hat, die man wieder abgeben kann. Kinder bedeuten eine starke Veränderung, die die eigenen Prioritäten durcheinanderwirbeln und die zeitliche Souveränität und Selbstbestimmung der Eltern einschränken. Das hat einen tendenziell negativen Effekt auf die Lebenszufriedenheit. Dennoch haben Kinder grundsätzlich einen positiven Einfluss.”

Im Laufe des Lebens würde die Lebenszufriedenheit ein U vollziehen: Mitte 20 sei sie sehr hoch. Mit Mitte 40 erreiche sie vorübergehend einen Tiefpunkt, diese Phase ist am stärksten geprägt von Verantwortung und Verpflichtung. Später werde es wieder besser – man fände sich mit manchen Dingen ab, sehe vieles lockerer und sortiere sich neu. Man ließe sich weniger vereinnahmen oder verpflichten, mache sich weniger Stress und Druck.

Woran man eine zufriedene Gesellschaft erkennen erklärt er wie folgt: “Freiheit. Demokratie ist daher ausgesprochen zufriedenheitsfördernd. Die Freiheit zu haben über die Ausrichtung einer Stadt oder eines Landes mitzuentscheiden, wirkt sich positiv auf eine Gesellschaft aus. Interessant ist: In Gesellschaften mit hoher Zufriedenheit ist die Korruption niedriger, es gibt weniger Schattenwirtschaft. Das sieht man beispielweise an Ländern wie Kanada, Dänemark, Schweden, den Niederlanden und der Schweiz. Ich nenne das die „glückliche Variante des Kapitalismus“.”

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