Leibniz-Gemeinschaft: Wenn forscher in die Zukunft blicken

Aussagen über zukünftige Ereignisse sind ungewiss und können im Vorhinein objektiv begründet werden. Kein Wunder also, dass gerade Wissenschaftler sich schwer damit tun, Prognosen über die Zukunft zu formulieren. Ganz anders die Wissenschaftler der Leibniz-Gemeinschaft. Zehn von ihnen haben jetzt in die Zukunft geblickt.

Die Leibniz Gemeinschaft ist trotz des jungen Gründungsdatums eine ehrwürdige Einrichtung in der deutschen Forschungslandschaft. Sie vereint 88 außeruniversitäre Forschungseinrichtungen und Institute. Darunter gehören auch einige Museen. Gemeinsam beschäftigen sie knapp 18.500 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Verwaltungspersonal. Da ist allerhand Wissen, genau genommen Zukunftswissen gebündelt.

Denn die Mitglieder der Leibniz-Gemeinschaft sind nicht nur in allen Forschungsdisziplinen vertreten. Ihr wichtigstes Merkmal ist Interdisziplinarität. Dies heißt, dass Naturwissenschaftler zusammen mit Sozialwissenschaftlern und Agrarwissenschaftlern in verschiedenen Forschungsverbünden, Antworten auf drängende Fragen unserer Zeit suchen. Im Forschungsverbund “Krisen einer globalisierten Welt” forschen 22 wissenschaftliche Einrichtungen gemeinsam.

Interdiszisplinär und anwendungsorientiert

Damit steht die Leibniz-Gemeinschaft ganz in der Tradition ihres Namensgebers. “Gottfried Wilhelm Leibniz, von dem gesagt wird, er sei der vielleicht letzte Universalgelehrte gewesen, ist der Namenspatron der Leibniz-Gemeinschaft. Eine gute Wahl, spiegelt sich doch in der Leibniz-Gemeinschaft jene Universalität, die den Gelehrten ausmachte.”, heißt es auf der Website der Forschungsgemeinschaft. Darin ist auch eine weitere Besonderheit der Leibniz-Gemeinschaft zu erkennen: Anwendungsorientierung.

Wenig verwunderlich also, dass Wissenschaftler der Leibniz-Gemeinschaft im Gegensatz zu vielen anderen Spitzen-Forschungseinrichtungen des Landes hin und wieder die sichere Höhle der Wissenschaft verlassen und mal eine Prognose über die Zukunft wagen. Jüngst geschehen in einer besonderen Publikation.

Dort haben zehn Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler den Blick in die sonst ungewisse Zukunft gewagt. “Im Bewusstsein, dass konkrete Voraussagen kaum verlässliche oder gar Unkenrufe sein können, haben sie Erkenntnisse, mit denen wir Menschen der Zukunft gar nicht hilfs- und ratlos ausgesetzt sind”, schreibt Matthias Kleiner, Präsident der Leibniz-Gemeinschaft, im Vorwort der Broschüre.

Ernähren wir uns in 20 Jahren von Insekten, Herr Grune?

Wer wissen will, ob wir uns in der Zukunft von Insekten ernähren werden, die schweren Krankheiten besiegen werden oder es wirklich außerirdisches Leben gibt, der wird seine Freude an dieser Veröffentlichung haben, die auch als Sonderbeilage der Wochenzeitung DIE ZEIT beigelegt wurde.

 

 

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