“Givebox”: Back to the Roots bei der Nachbarschaftshilfe?

Die noch vor wenigen Jahrzehnten vorhandene, selbstverständliche Solidarität zwischen Nachbarn wird „künstlich“ erzeugt. Ein Kunstprojekt soll das Gemeinschafts- und Nachbarschaftsgefühl im Dortmunder Norden anregen und die mit der Zeit verlorenen Gebräuche wiederbeleben. (Foto: S.Saul/borsig11)

-von forgsight

Die Givebox ist eine mobile, künstlerisch gestaltete, große Holzbox mit Fächern und steht bei gutem Wetter unter der Woche auf dem Bürgersteig des Büros Machbarschaft Borsig11, auf dem Borsigplatz im Dortmunder Norden. Sie ist ein Mittel, um gebrauchte Gegenstände zu spenden oder zu tauschen. Nordstadt Bewohner, die daraus etwas benötigen nehmen sich es raus. Andere wiederum, die noch gut erhaltenes spenden wollen können dies auch tun, indem sie es in die Fächer der Box legen. Die Auswahlpalette an Gegenständen ist groß und erstreckt sich von Kleidung, CDs, Spielzeug bis hin zu Porzellan. An der Seite der Box kann man an einer Tafel notieren was man im Moment benötigt oder zu verschenken hat. Wenn das Letztere zu groß für die Givebox ist, dann genügt ein Facebook-Post auf ihrer Facebook- Seite.

Die Givebox soll Bewohner rund um den Borsigplatz am Dortmunder Norden zusammenführen und das Nachbarschaftsgefühl zutage bringen. Außerdem möchte die Initiatorin des Projekts und Künstlerin Susanne Bosch, den Bewohnern das gewissenhafte Gebrauchen von Gegenständen nahe legen. Sie ist eine der vier KünstlerInnen, aus dem Projekt des Machbarschaft Borsig11 Vereins „PUPLIC RESIDENCE: DIE CHANCE“. Dieses Kunstprojekt, welches zum Ziel hat den Stadtteil nachhaltig zu verändern, begann im Juni 2014 und bietet einen „multikulturelles Mitmach- und Entfaltungsprojekt“ für die Bewohner.

Weitere Bereiche sind unter anderem die Jugendzeitung „Youngsters“, ein Wohnprojekt und ein Bio Trade Laden. Kunst und Gesellschaft treffen hier aufeinander und entwickeln durch Projekte ihr Wohnort zu einem lebenswerteren Stadtteil, indem alte soziale Gebräuche wiederbelebt werden. Vielleicht auch ein Modell andere soziale Brennpunkt Stadtteile zu verändern. (Nordstadtblogger/ borsig11/ forgsight)

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