Generation Z – Die jungen Technologieaffinen strömen auf den Arbeitsmarkt

Die so genannte Generation Z der 1995 oder später Geborenen bringt Onlinekompetenz mit, ist sich aber auch ihrer Bedeutung auf dem Arbeitsmarkt bewusst.

-von DTJ-ONLINE

Die Arbeitswelt wird flexibler, diverser und vielfältiger, und dies bezieht sich nicht nur allein auf die kulturellen Hintergründe der Menschen, die auf den Arbeitsmarkt drängen, sondern auch auf die Altersstruktur. Nicht selten finden sich in einem einzigen Unternehmen Mitarbeiter im späten Teenageralter ebenso wie solche, die kurz vor der Rente stehen.

In den nächsten Jahren wird die Arbeitswelt um eine Erscheinung reicher, nämlich die so genannte Generation Z. Zu dieser werden jene Heranwachsenden gezählt, die nach 1995 zur Welt gekommen sind. Sie werden in den nächsten Jahren die Schulen verlassen.

Weltweit lassen sich einer Studie des Automobilkonzerns Ford zufolge etwa 2 Milliarden Menschen, das sind 28,6 Prozent der globalen Bevölkerung, dieser Generation Z zurechnen.

Ihr großes Plus: Sie besteht aus technologieaffinen Menschen, für die der Gebrauch digitaler Technologien eine Selbstverständlichkeit darstellt. Sie sind faktisch mit Computern, Tablets und Smartphones aufgewachsen, denken vernetzt und haben sich auch frühzeitig an die Informationsflut der heutigen Zeit gewöhnt.

Ihr Leben spielt sich oft bereits stärker in der Social-Media-Gruppe als im Verein vor Ort ab. Die Angehörigen der Generation Z kommentieren, schildern, posten und haben kein Problem damit, Menschen ein Stück weit an ihrem Leben teilhaben zu lassen, die sie nur online kennen.

Vielfach haben sie älteren Arbeitnehmern diesbezüglich sogar einiges voraus – davon gehen immerhin 48% der deutschen Arbeitnehmer und Mehrheiten von bis zu 65 Prozent (Frankreich) in deutschen Nachbarländern aus, und sie dürften mit dieser Einschätzung nicht falsch liegen.

Für die Generation Z ist Flexibilität kein Fremdwort

Wie das aktuelle Randstad Arbeitsbarometer, eine repräsentative Online-Umfrage eines der größten Personaldienstleister in Europa, zeigt, halten 72 Prozent der Arbeitnehmer in Deutschland diesen Nachwuchs für einen Hoffnungsträger im Zusammenhang mit der Frage nach dem perspektivischen Erhalt der Innovationskraft.

Die frühe Gewöhnung an die schöne neue Arbeitswelt macht es der Generation Z auch einfacher, flexibel zu arbeiten. Projekte zu bearbeiten statt die lebenslange Festanstellung zu suchen ist für diesen Nachwuchs typischer als für die Generationen vor ihnen. Die Kehrseite dieser Entwicklung ist aber auch, dass sich die Generation Z – nicht zuletzt auch in Anbetracht der demografischen Entwicklung – ihres Werts für den künftigen Arbeitsmarkt durchaus bewusst ist und auf eine entsprechend selbstbewusste Weise Forderungen stellt. Dazu werden auch flexible Arbeitszeiten und Arbeitsgestaltung und vor allem auch die bessere Work-Life-Balance und Vereinbarkeit von Beruf und Familie gehören.

Wettbewerb um die Talente beginnt schon jetzt

Noch bleiben bestehende Unternehmen aber skeptisch, was die Frage anbelangt, ob sie für die Generation Z und ihr Nachrücken in die Arbeitswelt bereits ausreichend vorbereitet sind. Nur in der Schweiz ist mit 54 Prozent eine Mehrheit der Meinung, dass ihr Arbeitgeber gut auf die Bedürfnisse der Generation Z vorbereitet und eingestellt ist.

Der Wettbewerb um die Talente beginnt jedoch bereits früh und deshalb tun Unternehmen gut daran, sich zu überlegen, wie man der Generation Z für jede Lebensphase passende Karriereangebote machen kann. Dies könnte gut und gerne zum entscheidenden Plus für den Arbeitgeber werden, das ihm helfen kann, die motivierten und technologieaffinen Nachwuchskräfte für sich zu begeistern und diese im Idealfall auch dauerhaft zu binden.

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