Der Zukunftstrend der Arbeit: „Easy Economy“

Arbeiten wo und wie viel man will? Individuelle Zeiteinteilung, Home-Office, die dadurch entfallene Ortsgebundenheit und die völlige Freiheit bei der Arbeit. „Easy Economy“- heißt dieses Konzept im Managementjargon. Microsoft hat schon 1998 freie Arbeitszeiten konzipiert. Nun entfällt auch die Ortsgebundenheit. (Foto: rtr)

-von forgsight

Die globalisierte Welt fordert ständig mehr Flexibilität von dem Arbeitnehmer. Hinzu kommt die ständige Erreichbarkeit auf Smartphones oder Rechnern. Manche arbeiten sogar mit den diesen mobile devices, die sie auch immer mit sich tragen. Es kommt nicht selten vor, dass die Arbeitsstellen zeitgebunden sind. Doch die Ortsgebundenheit? Meistens kann man auswählen, welche Schicht man besetzen möchte oder doch lieber Teilzeit arbeitet. Der Arbeitsort bleibt aber immer derselbe.

Doch bedingt die ständige Erreichbarkeit und die Ortsgebundenheit immer gute Arbeitsqualität?

Microsoft hat früh erkannt, dass Menschen produktiver und effektiver sind, wenn sie nach ihrer inneren Uhr arbeiten. Sie sind motivierter und können so ausgewogener am Familienleben teilhaben. Doch die Ortsgebundenheit blieb und man musste trotzdem zum Büro pendeln. Dies schafft Microsoft nun ab und führt das orts- und zeitabhängige „freiheitliche“ Arbeitskonzept ein. Demnach könnte er Tagesablauf einer Person wie folgt aussehen: Morgens das Kind zur Schule bringen, anschließend einkaufen, Sport am Mittag, Home-Office Arbeit, Präsentation vorbereiten, im Anschluss auf dem Spielplatz Skypen…

Wenn man mal einen tief hat? Auch kein Problem. Man kann ja die „verlorene“ Zeit einholen und dementsprechend einplanen. Dieses Arbeitskonzept ohne starre Regeln und Strukturen greifen immer mehr Konzerne, wie die Deutsche Bank oder BMW, auf. Denn sie haben erkannt, dass die Arbeitsqualität von der Zufriedenheit des Arbeitnehmers abhängt, dies ist meistens der Fall wenn die Work-Life-Balance bei einer Tätigkeit gegeben ist.

Die Ortsunabhängigkeit verschont auch die Umwelt. Wenn es weniger Pendler gibt, wird auch weniger Co2 ausgestoßen.

Damit die Freiheit nicht zur Ausbeutung im Arbeitsleben führt, werden die Arbeitnehmer verpflichtet genau auf die Arbeitszeiten zu achten. Denn schließlich soll dieses Konzept des selbständigen Arbeitens der Forderung und Förderung junger Generationen entsprechen. (Spiegel- Online/ forgsight)

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